Ratgeber

Google-Bewertungslink erstellen: drei Wege, und welcher auf Dauer hält

Stand: 1. September 2026

Der Link existiert schon. Man muss ihn nicht bauen, sondern nur abholen — Google legt ihn für jedes bestätigte Unternehmensprofil an. Trotzdem geben die meisten Betriebe ihren Kunden den falschen: den Teilen-Link aus Maps. Der führt auf die Karte, nicht ins Bewertungsfenster, und kostet unterwegs jeden zweiten.

Kurz und knapp

Richtig ist ein Link, der beim Antippen sofort die fünf Sterne und das Textfeld zeigt. Er sieht aus wie g.page/r/…/review oder wie search.google.com/local/writereview?placeid=…. Alles, was mit maps.app.goo.gl anfängt, ist der falsche.

Die drei Wege

1. Über das eigene Profil — der normale Weg

Für alle mit bestätigtem Unternehmensprofil

Angemeldet mit dem verwaltenden Konto den eigenen Firmennamen bei Google suchen oder in Maps das Profil öffnen. Im Verwaltungsbalken steht „Rezensionen anfordern“ beziehungsweise „Bewertungen erhalten“. Der Link, den Google dort zum Kopieren anbietet, ist der richtige.

2. Über die Place-ID — der Weg, der immer geht

Wenn der Knopf fehlt oder der Link automatisch gebraucht wird

Die eigene Place-ID über Googles Place-ID-Finder nachschlagen und hinten an search.google.com/local/writereview?placeid= hängen. Ergebnis ist derselbe direkte Einstieg. Vorteil: Die Place-ID ändert sich nicht, wenn Google die Beschriftungen im Verwaltungsbalken wieder einmal umbaut.

3. Als QR-Code — für alles, was auf Papier passiert

Tresen, Rechnung, Fahrzeug, Angebotsmappe

Der fertige Link wird einmal in einen QR-Code gesetzt. Am Tresen oder auf der Rechnung ist das der kürzeste Weg überhaupt: Kamera drauf, Sternefenster offen, fertig.

Der Test, den fast niemand macht

Den fertigen Link in einem privaten Fenster öffnen — ohne das eigene Konto. Erscheint sofort das Sternefenster, ist er richtig. Landet man auf der Karte, dem Eintrag oder einer Verwaltungsansicht, ist es der falsche Link, und das merkt sonst niemand: Der Kunde, bei dem es hakt, ruft nicht an. Er hört einfach auf.

Wichtig ist auch, wo der Link am Ende geöffnet wird. Auf dem Handy springt Google in die Maps-App, wenn sie installiert ist. Wer nur am Rechner testet, sieht diesen Sprung nie — einmal auf dem Gerät testen, das der Kunde tatsächlich in der Hand hält.

Wohin der Link gehört

Ein Bewertungslink, der nur im Notizzettel des Chefs liegt, bringt nichts. Er gehört an die Stellen, an denen ohnehin Kontakt stattfindet: in die Mail-Signatur, auf die letzte Seite des Angebots, auf die Rechnung, auf einen Aufsteller am Tresen, in die Auftragsbestätigung und ins Profil bei Instagram oder Facebook. Kein einzelner dieser Orte bringt viel — zusammen laufen sie dauerhaft mit, ohne dass jemand etwas tun muss.

Für alles Gedruckte ist der QR-Code die kürzere Fassung desselben Links. Das QR-Code-Werkzeug hier ist kostenlos und braucht keine Anmeldung: Link einsetzen, Code herunterladen, drucken.

Zwei Fehler, die später teuer werden

Fremder Kürzungsdienst auf Papier. Der Link von Google ist bereits kurz. Wer trotzdem einen Kürzer dazwischenschaltet und den daraus entstandenen Code auf fünfhundert Aufsteller druckt, hängt an einem fremden Dienst. Verschwindet der oder läuft das Konto aus, zeigen alle gedruckten Codes ins Leere — und man merkt es nicht, weil sich niemand über einen toten Link beschwert.

Ein Link für alle Filialen. Jeder Standort ist bei Google ein eigener Eintrag mit eigener Place-ID. Ein gemeinsamer Link schiebt alle Bewertungen auf ein Profil, während der Standort, an dem der Kunde wirklich war, leer bleibt.

Was der Link nicht regelt

Der Link löst nur die technische Hälfte. Die andere Hälfte ist die Frage, wie und wann gefragt wird — und da gibt es Grenzen, die nichts mit Google zu tun haben. Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass schon eine Zufriedenheitsbefragung in einer Rechnungsmail Werbung ist und ohne vorherige Einwilligung unzulässig (Az. VI ZR 225/17). Ein Bewertungslink, der ungefragt an den ganzen Kundenstamm geht, ist deshalb kein Marketing, sondern ein Abmahnrisiko.

Wie man stattdessen fragt, steht in Kunden um eine Bewertung bitten; was Google selbst verbietet — Anreize, das Vorfiltern zufriedener Kunden, Bewertungen in Schüben — steht in Mehr Google-Bewertungen bekommen.

Ehrlich gesagt: Vertrauly hat mit dem Google-Link nichts zu tun — die Sterne vergibt der Kunde bei Google, das kann kein Werkzeug abnehmen. Was Vertrauly macht, fängt danach an: Kundenstimmen als Video oder Text über einen eigenen Link einsammeln, mit Einwilligung und Widerrufsweg, und sie mit einer Zeile Code auf der eigenen Website zeigen. Sterne bringen die Leute hin, die Kundenstimme entscheidet.

So funktioniert Vertrauly →

Häufige Fragen

Wie erstelle ich einen Google-Bewertungslink?

Erstellen im eigentlichen Sinn muss man ihn nicht — Google hat ihn bereits, sobald ein bestätigtes Unternehmensprofil existiert. Man holt ihn ab: den eigenen Firmennamen bei Google suchen, während man mit dem Konto angemeldet ist, das das Profil verwaltet, und im Verwaltungsbalken „Rezensionen anfordern“ wählen. Google zeigt dann einen kurzen Link der Form g.page/r/…/review zum Kopieren.

Wo finde ich meinen Bewertungslink, wenn der Knopf fehlt?

Dann über die Place-ID. Die eigene Place-ID lässt sich in Googles Place-ID-Finder nachschlagen; angehängt an search.google.com/local/writereview?placeid= ergibt sie denselben direkten Weg ins Bewertungsfenster. Dieser Weg funktioniert auch, wenn der Verwaltungsbalken gerade nicht angezeigt wird.

Ist der Teilen-Link aus Google Maps derselbe wie der Bewertungslink?

Nein, und das ist der häufigste Fehler. Ein Link der Form maps.app.goo.gl führt auf den Eintrag. Der Kunde landet auf der Karte und muss selbst zu den Rezensionen scrollen und auf „Rezension schreiben“ tippen. An diesen zwei zusätzlichen Schritten geht ein großer Teil der Leute verloren.

Wie prüfe ich, ob der Link wirklich funktioniert?

In einem privaten Fenster öffnen, also ohne das eigene Konto und ohne Verwaltungsansicht. Richtig ist der Link nur dann, wenn sofort das Fenster mit den fünf Sternen und dem Textfeld erscheint. Wer den Link nur im eingeloggten Zustand testet, sieht eine Ansicht, die der Kunde nie zu Gesicht bekommt.

Kann ich den Bewertungslink kürzen?

Technisch ja, für Gedrucktes aber besser nicht mit einem fremden Kürzungsdienst. Der Link von Google ist bereits kurz. Ein zusätzlicher Dienst dazwischen bedeutet: Stellt der Anbieter den Betrieb ein oder läuft das Konto aus, sind alle bereits gedruckten Aufsteller, Flyer und Aufkleber tot. Auf Papier gehört der Link von Google selbst oder ein QR-Code darauf.

Braucht jede Filiale einen eigenen Link?

Ja. Jeder Standort ist bei Google ein eigenes Profil mit eigener Place-ID und eigenen Bewertungen. Ein gemeinsamer Link für mehrere Filialen sammelt alles auf einem Eintrag — und der Standort, den der Kunde tatsächlich besucht hat, bleibt leer.

Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Google ändert die Beschriftungen im Verwaltungsbalken gelegentlich — Stand ist der 1. September 2026.

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